Nach vielen Jahren des Suchens konnten wir endlich wieder ein leerstehendes Ladengeschäft anmieten. Nach einer kurzen aber intensiven Vorab-Öffnung zur KULTnacht mit Lesung, Live-Musik und Junker-Bildern der Luisenburg-Festspiele waren wir fleißig und haben renoviert.
Am Donnerstag, 01. Oktober um 19 Uhr, laden wir herzlich ein zur Eröffnung der neuen stattGALERIE des Bürgerforum Wunsiedel in die Räume des ehemaligen Fotogeschäfts Junker in der Theresienstr. 15.
Neben kühlen Getränken und guten Gesprächen zeigen wir zum Auftakt eine Ausstellung mit den ausgezeichneten Arbeiten des Wettbewerbs zum 200-jährigen Todesjahr Jean Pauls. Leider mussten wir ja auch nach 200 Jahren feststellen:
Jean Paul bleibt tot
Ausstellung mit Arbeiten von Andrea Friedrich Andrea Wunderlich Franziska Fröhlich Julia Ebenhofer Julian Niedermeier Steffen Pokorny Thomas Brix Tobias Geyer Udo Rödel
Weitere Informationen folgen in den kommenden Tagen…
Er war bestimmt kein Angsthase – eher schon ein Luftschiffer – hat die Gänsefüßchen erfunden und konnte in sentimentalem Weltschmerz vergehen. Er lebte zeitweise in bitterer Armut und feierte Erfolge als Bestseller-Autor. Er war passionierter Biertrinker, leidenschaftlicher Spaziergänger und gilt als der Ungelesene unter den deutschen Dichtergenies. Bereits für Schiller war er „fremd wie einer, der aus dem Mond gefallen ist“.
Jean Paul ist der wohl bekannteste Wunsiedler, verließ die Stadt bereits mit zwei Jahren und besuchte sie später nur selten. Schreibt aber in seiner „Selberlebensbeschreibung“, er sei „gern in dir geboren, Städtchen am langen hohen Gebirge, dessen Gipfel wie Adlerhäupter zu uns niedersehen! … Ich bin gern in dir geboren, kleine, aber gute lichte Stadt!“
Vor bald 200 Jahren, am 14. November 1825, ist Jean Paul gestorben.
Wir suchen aktuelle Arbeiten, die sich mit Jean Paul auseinandersetzen, auf sein Werk Bezug nehmen oder ihn ignorieren. Aus allen Genres, in allen Formen, Medien und Materialien.
Wir bieten die Ausstellung, Realisation, Darbietung oder Aufführung der ausgewählten Arbeiten und organisieren geeignete Räume, Plätze und Orte.
Die Auswahl trifft unsere Jury in einem laufenden Verfahren.
Der Wettbewerb ist abgeschlossen: Einreichungen waren bis zum 200. Todestag am 14.11.2025 möglich.
Preisträgerinnen und Preisträger
Thomas Brix, „Schlussstrichwandlung“, 2x Acryl auf Leinwand
„Schlusstrichwandlung“ von Thomas Brix in der Ruine St. Katharina, Wunsiedel (Bild: Stefan Frank)
In zwei Gemälden verarbeitet der Künstler seinen Kampf um Anerkennung durch den Vater. Nach vielen Jahren erreichte Brix eine Nachricht: Der Vater liege im Sterben und wünsche ihn noch einmal zu sehen. Voller Hoffnung machte er sich auf den Weg. Und wurde um so bitterer enttäuscht: Ein weiteres Mal sprach ihm der Vater seine Verachtung aus.
Voller Verzweiflung betrat der Künstler sein Atelier und verarbeitete sämtliche schwarze Farbe auf einer großen Leinwand zum dicken, schweren Schlussstrich.
Wenige Tage darauf, der Vater war gestorben, erkannte Brix, dass seine Verzweiflung gewichen war. Er konnte seinen Frieden mit der lebenslang erfahrenen Ablehnung machen. Auf einer kleineren Leinwand, ebenfalls in schwarz, setzte er den Schlusspunkt.
„Schlusstrich“, Thomas Brix (Bild: Stefan Frank)
„Schlusspunkt“, Thomas Brix (Bild: Stefan Frank)
Das Dyptichon „Schlussstrichwandlung“ bezieht Thomas Brix auf einen Aphorismus Jean Pauls: „Verzweiflung ist der einzige echte Atheismus.“
In der Installation in der Ruine St. Katharina tritt die Arbeit in Dialog mit der Kalligrafie „Erinnerung“ von Andrea Wunderlich und den Seligpreisungen aus der Bergpredigt, die bereits seit vielen Jahren auf Steintafeln im Kirchenschiff angebracht sind. Unter dem „Schlussstrich“ von Thomas Brix ist die fünfte Seligpreisung Jesu angebracht: „Selig die Barmherzigen, denn sie werden Erbarmen finden.“
Wir vermitteln gerne den Kontakt zum Künstler, wenn Sie an weiteren Arbeiten interessiert sind. https://brix-kunst.de/
Andrea Wunderlich, „Erinnerung“, Kalligrafie, Reproduktion auf Acrylglas
Die Kalligrafie „Erinnerung“ von Andrea Wunderlich aus Goldkronach arbeitet mit einem weiteren weithin bekannten Aphorismus Jean Pauls: „Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.„
„Erinnerung“ von Andrea Wunderlich in der Ruine St. Katharina, Wunsiedel (Bild: Stefan Frank)
„Erinnerung“ von Andrea Wunderlich und „Schlusstrichwandlung“ von Thomas Brix (Bild: Stefan Frank)
Die Arbeit wurde digitalisiert und auf eine Acrylglasplatte gedruckt. In der Ruine St. Katharina in Wunsiedel füllt sie eine erhaltene Fensteröffnung im Mauerwerk und steht im Dialog mit der Arbeit „Schlusstrichwandlung“ von Thomas Brix sowie den Seligpreisungen der Bergpredigt, die bereits vor vielen Jahren auf Steintafeln im Kirchenschiff angebracht wurden.
Wir vermitteln gerne den Kontakt zur Künstlerin, wenn Sie an einem Ankauf des Originals interessiert sind. https://www.andreawunderlich.com/
Steffen Pokorny, „Siebenkäs“, Acryl auf Leinwand
Ein kleines Bild von einem großen Maler mit sprechendem Titel.
„Siebenkäs“ von Steffen Pokorny. (Bild: Stefan Frank)
Ausgestellt ist das Werk „Siebenkäs“ von Steffen Pokorny in der größten und bestfrequentierten Kunstgalerie Wunsiedels, die durch diese exklusive Ausstellung – nur dieses eine Bild wird gezeigt – überhaupt erst zur Galerie wird. Unser Dank gilt Matthias Enders, dem Betreiber des E-Center Enders in Wunsiedel, für seine Offenheit und Unterstützung.
„Siebenkäs“ von Steffen Pokorny in der Käsetheke. (Bild: Stefan Frank)
Pokorny mit „Siebenkäs“. (Bild: Stefan Frank)
Wir vermitteln gerne den Kontakt zum Künstler, wenn Sie an einem Ankauf der Arbeit interessiert sind.
Andrea Wunderlich, „Denkweite“, Kalligrafie in zwei Farbgebungen, Reproduktion auf Bierfilz
Die Kalligrafie „Denkweite“ von Andrea Wunderlich aus Goldkronach gibt einen der berühmtesten – und knappsten – Aphorismen Jean Pauls wieder: „Sprachkürze gibt Denkweite„
„Denkweite“ von Andrea Wunderlich, Kalligrafie auf Bierfilzen. (Bild: Stefan Frank)
Die Originale der Arbeit wurden digitalisiert und auf Bierfilze gedruckt. Sie sind ab sofort in ausgewählten Wunsiedler Wirtshäusern im Einsatz und erhältlich.
Wir vermitteln gerne den Kontakt zur Künstlerin, wenn Sie an einem Ankauf der Arbeiten interessiert sind. https://www.andreawunderlich.com/
Teilnahmebedingungen
Das Budget des Wettbewerbs beträgt insgesamt 5.350 €. Bei jeder ausgewählten Arbeit entscheidet die Jury über das Honorar für die jeweilige Preisträgerïn und die Übernahme von Kosten. Preise werden laufend vergeben, bis das Budget aufgebraucht ist.
Die Teilnahme am Wettbewerb ist ausschließlich digital über das Formular auf dieser Seite möglich. Einreichungen auf anderem Wege werden nicht berücksichtigt. Unverlangt eingesandte Unterlagen werden nicht zurückgesandt. Ein Anspruch auf Realisation der eingereichten Beiträge besteht nicht, die Entscheidungen der Jury sind nicht anfechtbar. Die erhobenen Daten werden nur zur Durchführung des Wettbewerbs und zur Kommunikation mit den Teilnehmenden verwendet. Eine Weitergabe an Dritte findet nicht statt. Vor einer Veröffentlichung von persönlichen Daten der Preisträgerïnnen werden Inhalt und Form mit ihnen abgestimmt.
Veranstalter des offenen Kunstwettbewerbs „Jean Paul ist tot“: Bürgerforum Wunsiedel e. V., 1. Vorsitzender Stefan Frank, Brandenburggasse 1, 95632 Wunsiedel
Mitglieder der Jury: Sabine Unglaub, Svenja Faßbinder, Martin Widmair, Maximilian Bayer, Stefan Frank
Jean Paul ist tot – Teilnahme: Wettbewerb abgeschlossen, keine Teilnahme mehr möglich
Von Montag 08.06. bis Montag 24.08. zeigen wir wieder jeden Montag Abend einen guten Film auf dem Wunsiedler Marktplatz. Und an voraussichtlich zwei Extra-Terminen an zwei weiteren Orten…
Wie immer bei freiem Eintritt – wie immer bitten wir um Spenden, da wir Vorführlizenzen, Gema, Technik usw. bezahlen müssen!
Wie immer starten die Filme mit Einbruch der Dämmerung – vorher ist es schließlich hell und bisher hat uns noch niemand eine größere Spende für die Anschaffung einer LED-Leinwand überwiesen.
Wie immer stehen einige Leih-Stühle bereit – mit dem eigenen Liegestuhl ist es wie immer bequemer!
In diesem Jahr steht das Rathaus-Foyer nicht als Ausweichquartier zur Verfügung – bei Regen… ach, es regnet heuer einfach nicht, Montag Abends in Wunsiedel….
Ein Magier (Crispin Glover) auf der Durchreise sucht eine Bleibe für die Nacht – doch was als einfache Rast beginnt, wird zur surrealen Odyssee ohne Ende. Die mürrische Rezeptionistin ist noch harmlos gegen den alten Mann, den der Magier in seinem Zimmer unter seinem Bett entdeckt. Oder gegen die Putzkraft, die seinem Kleiderschrank entsteigt. Ehe er sich versieht, marschiert eine Blaskapelle aus den Wänden, und das Hotel entpuppt sich als ein Labyrinth aus endlosen Korridoren, verwinkelten Treppen und absurden Regeln.
KRIS DEWITTE
Schnell wird klar: Verlassen ist keine Option. Je mehr der Gast sich gegen die Logik des Ortes wehrt, desto mehr wird er in die bizarre Welt des Hotels hineingezogen. Er begegnet Anton (Jan Gunnar Røise), einem Küchenhelfer, der seit einer Ewigkeit darauf wartet, zum Eierquirler befördert zu werden, und einer Gesellschaft von skurrilen Bewohnern, die sich längst mit ihrem Dasein in der ewigen Zwischenwelt arrangiert haben.
Während die Realität immer weitere Abstriche machen muss, wird der Gast unfreiwillig zur Schlüsselfigur eines unergründlichen Machtgefüges. Ist er der Befreier, für den ihn manche halten, oder nur ein weiterer Gefangener in einem System, das sich jeder Logik entzieht? Ein kafkaeskes, visuell überwältigendes Kino-Enigma, in dem die Grenzen zwischen Traum, Alptraum und Gesellschaftssatire verschwimmen.
Sommernachtsflimmern auf dem Wunsiedler Marktplatz – organisiert und durchgeführt von ehrenamtlich Engagierten des Bürgerforum Wunsiedel e. V., – freier Eintritt – finanziert über freiwillige Spenden, mit denen Vorführlizenzen, GEMA und die notwendige Technik bezahlt werden.
Filmstart mit Einbruch der Dämmerung. Einige Leih-Stühle stehen bereit, eigene Liegestühle sind bequemer. Bei Regen… ach, es regnet heuer einfach nicht Montag Abends in Wunsiedel! (Das Rathaus-Foyer steht aufgrund der Sanierung nicht zur Verfügung)
Nach einer wilden Partynacht stürzt der Schriftsteller und Abenteurer Pierre (Jean Dujardin) betrunken von einem Balkon und verletzt sich dabei schwer. Kaum aus dem Koma erwacht, beschließt er, gegen den Rat seiner Ärzte und Familie, Frankreich zu Fuß zu durchqueren.
AUF DEM WEG Standphoto Thomas GoisqueAUF DEM WEG Standphoto Thomas Goisque
Pierres Reise beginnt im Süden in der Provence. Durch unberührte Natur und auf verborgenen Pfaden wandert er 1.300 km bis an die Küste der Normandie. Auf dem langen Weg macht er Zufallsbekanntschaften, wandert einen Teil des Weges mit seinem besten Freund Arnaud (Jonathan Zaccaï) oder seiner jüngeren Schwester Céline (Izïa Higelin).
Schritt für Schritt findet er durch die Auseinandersetzung mit der Natur, seinem Körper und seinen Begegnungen den Weg zu sich selbst.
AUF DEM WEG Standphoto Thomas Goisque
Oscarpreisträger Jean Dujardin (THE ARTIST, INTRIGE) erfindet sich in der Rolle eines verwöhnten Schriftstellers neu. Frei nach der Lebensgeschichte und dem darauf basierenden Bestseller „Auf versunkenen Wegen“ des französischen Autors Sylvain Tesson (Der Schneeleopard, Weiß), besticht er als komplexer Charakterdarsteller vor den majestätischen Landschaften Frankreichs.
Unter dem Originaltitel SUR LES CHEMINS NOIRS feierte der Film mit über einer Million Kinozuschauern in Frankreich bereits einen Riesenerfolg.
Sommernachtsflimmern auf dem Wunsiedler Marktplatz – organisiert und durchgeführt von ehrenamtlich Engagierten des Bürgerforum Wunsiedel e. V., – freier Eintritt – finanziert über freiwillige Spenden, mit denen Vorführlizenzen, GEMA und die notwendige Technik bezahlt werden.
Filmstart mit Einbruch der Dämmerung. Einige Leih-Stühle stehen bereit, eigene Liegestühle sind bequemer. Bei Regen… ach, es regnet heuer einfach nicht Montag Abends in Wunsiedel! (Das Rathaus-Foyer steht aufgrund der Sanierung nicht zur Verfügung)
Agnes, eine junge Literaturprofessorin in Neuengland, wird nach einem traumatischen Erlebnis aus der Bahn geworfen. Während ihr Umfeld zur Tagesordnung übergeht, kämpft sie mit dem Gefühl, festzustecken. In fünf Kapiteln und über mehrere Jahre hinweg begleitet der Film ihren Weg zurück zu sich selbst – getragen von scharfem Humor und der bedingungslosen Unterstützung ihrer besten Freundin.
In ruhigen Bildern und mit feinem Gespür für Zwischentöne erzählt SORRY, BABY von der Suche nach Orientierung, wenn das eigene Leben aus den Fugen gerät und von der unermesslichen Kraft von Freundschaft. Ein tröstlicher Film, der lange nachwirkt.
SORRY, BABY ist das kraftvolle Spielfilmdebüt von Eva Victor – eine kluge und zärtliche Geschichte über Heilung, Freundschaft und stille Selbstbehauptung. Produziert von Barry Jenkins, Adele Romanski und Mark Ceryak (MOONLIGHT, AFTERSUN) und vielfach ausgezeichnet (u.a. Waldo Salt Drehbuchpreis beim Sundance Film Festival 2025), markiert der Film den Auftakt einer neuen Stimme im zeitgenössischen US-Independent-Kino – mit feinem Gespür für leise Momente, scharfem Humor und voller erzählerischer Klarheit.
Sommernachtsflimmern auf dem Wunsiedler Marktplatz – organisiert und durchgeführt von ehrenamtlich Engagierten des Bürgerforum Wunsiedel e. V., – freier Eintritt – finanziert über freiwillige Spenden, mit denen Vorführlizenzen, GEMA und die notwendige Technik bezahlt werden.
Filmstart mit Einbruch der Dämmerung. Einige Leih-Stühle stehen bereit, eigene Liegestühle sind bequemer. Bei Regen… ach, es regnet heuer einfach nicht Montag Abends in Wunsiedel! (Das Rathaus-Foyer steht aufgrund der Sanierung nicht zur Verfügung)
ROTER HIMMEL unterm Sternenhimmel beim Sommernachtsflimmern Extra im Freibad – am Freitag 07.08.
Ein Sommer an der Ostsee. Es ist heiß und trocken, seit Wochen hat es nicht mehr geregnet. In einem abgelegenen Ferienhaus zwischen Wald und Meer treffen vier junge Menschen aufeinander: Leon und Felix, Freunde seit Kindertagen, Nadja, die als Saisonkraft im Küstendorf jobbt, und Devid, der Rettungsschwimmer.
Es sind schwebende, wie aus der Welt gefallene Tage. Und so wie ein Funke genügt, um die ausgetrockneten Wälder um sie herum in Brand zu setzen, geschieht es den jungen Menschen mit ihren Gefühlen und Hoffnungen, mit der Liebe. Es gibt das Glück und die Sehnsucht, aber auch Eifersucht, Empfindlichkeiten, Spannungen. Dann schlagen die Flammen über.
Sommernachtsflimmern Extra im Freibad – organisiert und durchgeführt von ehrenamtlich Engagierten des Bürgerforum Wunsiedel e. V. und dem Förderverein Freibad, – freier Eintritt – finanziert über freiwiliige Spenden, mit denen Vorführlizenzen, GEMA und die notwendige Technik bezahlt werden.
Filmstart mit Einbruch der Dämmerung. Einige Leih-Stühle stehen bereit, eigene Liegestühle sind bequemer. Bei Regen… ach, es regnet einfach nicht!
Die Zeiten sind sensibel. Das muss Familienvater Heinz Hellmich schmerzhaft feststellen, als ihm nach einigen ungeschickten Fehltritten in der Firma der Jobverlust droht. Um zu beweisen, dass er kein „alter weißer Mann” ist, lädt er seinen Chef und weitere Gäste (oder heißt es Gäst*innen?!) für ein Dinner zu sich nach Hause ein. Mitsamt seiner Familie will er sich von der besten, modernsten und “wokesten” Seite präsentieren!
Doch schon in der Anbahnung des Abends tappt Heinz von einem Festnäpfchen ins nächste und stellt dabei fest, dass seine Frau Carla, seine Kinder und auch Opa Georg nicht gerade pure Harmonie ausstrahlen. Als nach vielen Turbulenzen endlich alle an einem Tisch sitzen, beginnt die politisch korrekte Fassade schnell zu bröckeln…alte Streitigkeiten brechen auf, überraschende Gäste sorgen für immer neue Wendungen und die diverse Dinner-Gesellschaft pflügt chaotisch durch das Minenfeld der heikelsten Themen unserer Zeit, bis am Ende die Frage steht, wie es möglich ist, trotz aller Streitigkeiten Brücken zu bauen, in der Familie Hellmich, wie der gesamten Gesellschaft.
Sommernachtsflimmern auf dem Wunsiedler Marktplatz – organisiert und durchgeführt von ehrenamtlich Engagierten des Bürgerforum Wunsiedel e. V., – freier Eintritt – finanziert über freiwiliige Spenden, mit denen Vorführlizenzen, GEMA und die notwendige Technik bezahlt werden.
Filmstart mit Einbruch der Dämmerung. Einige Leih-Stühle stehen bereit, eigene Liegestühle sind bequemer. Bei Regen… ach, es regnet heuer einfach nicht Montag Abends in Wunsiedel! (Das Rathaus-Foyer steht aufgrund der Sanierung nicht zur Verfügung)
Elektrikerin, Maschinistin, Obst-Expertin, Optimistin: Wilma (Fritzi Haberlandt) ist eine Frau mit vielen Talenten, zahllosen Zertifikaten und palettenweise Enttäuschungen.
Bis Ende der 90er-Jahre hat sie im Lausitzer Braunkohlerevier gelebt. Als aber ihr Mann mit einer anderen Frau splitterfasernackt Spaghetti kocht und ihr der Job im Baumarkt gekündigt wird, verlässt Wilma fluchtartig ihre Heimat Richtung Wien. Mit Mitte 40 muss sie hier quasi bei Null anfangen und landet schnell auf dem Handwerkerstrich.
Bald schon repariert sie sich durch den Wiener Speckgürtel, landet in einer linken Bohemian-WG, wird Fachfrau für Reparaturen aller Art und sogar Lehrerin in einer Traditions-Tanzschule. Zwischen Walzer und Elektro-Installationen entdeckt Wilma ein Gefühl, das sie längst vergessen hatte: verliebt sein, glücklich sein, die aufgeregte Hoffnung auf etwas Neues. Hineingeworfen in die Unsicherheiten einer Zukunft, in der alles möglich ist, wird Wilma ein anderer Mensch.
WILMA WILL MEHR ist eine charmante, einfühlsam beobachtete und mit schrägem Humor erzählte Tragikomödie, die ebenso genau in der Wirklichkeitsdarstellung ist wie sie in ihrer hoffnungsvollen und berührenden Melancholie optimistisch bleibt.
Sommernachtsflimmern auf dem Wunsiedler Marktplatz – organisiert und durchgeführt von ehrenamtlich Engagierten des Bürgerforum Wunsiedel e. V., – freier Eintritt – finanziert über freiwiliige Spenden, mit denen Vorführlizenzen, GEMA und die notwendige Technik bezahlt werden.
Filmstart mit Einbruch der Dämmerung. Einige Leih-Stühle stehen bereit, eigene Liegestühle sind bequemer. Bei Regen… ach, es regnet heuer einfach nicht Montag Abends in Wunsiedel! (Das Rathaus-Foyer steht aufgrund der Sanierung nicht zur Verfügung)
Nach 15 Jahren wegen Bankraub wird Anker aus dem Gefängnis entlassen. Die Beute hat damals sein Bruder Manfred vergraben, der seit seiner Kindheit an einer Identitätsstörung leidet. Dass er so lange auf seinen Bruder warten musste, ist Manfred nicht gut bekommen. Er hat seine psychische Störung weiter ausgebaut und sich ganz und gar der Musik verschrieben.
Therapie für Wikinger – Szenenbild (Photo: Rolf Konow)
An das Geld und daran, wo er es vergraben hat, kann sich Manfred logischerweise nicht mehr erinnern. Anker bringt seinen Bruder zurück in ihr gemeinsames Elternhaus, das jetzt von einer Boxerin über Airbnb vermietet wird, in der Hoffnung, dies könnte die Erinnerung an sein früheres Ich auslösen.
Therapie für Wikinger – Szenenbild (Photo: Rolf Konow)
Anker hat keine Zeit zu verlieren. Denn sein Komplize von damals, Friendly Flemming, ist ihnen auf den Fersen und beansprucht die Beute für sich. Doch in den dunkelgrünen Wäldern Dänemarks wartet nicht nur ein Haufen Geld auf ihn, sondern auch der tiefe Schmerz einer verletzten Kinderseele.
Der neueste Streich des Komödien-Dreamteams aus Dänemark: THERAPIE FÜR WIKINGER schleudert Pointen-Material im Sekundentakt, ist hinreißend unberechenbar und bösartig witzig. Regisseur Anders Thomas Jensen (Adams Äpfel, Helden der Wahrscheinlichkeit) gelingt eine abgründige Krimi-Komödie über konfuse Identitäten und zwei Brüder, die sich lieben.
Sommernachtsflimmern auf dem Wunsiedler Marktplatz – organisiert und durchgeführt von ehrenamtlich Engagierten des Bürgerforum Wunsiedel e. V., – freier Eintritt – finanziert über freiwiliige Spenden, mit denen Vorführlizenzen, GEMA und die notwendige Technik bezahlt werden.
Filmstart mit Einbruch der Dämmerung. Einige Leih-Stühle stehen bereit, eigene Liegestühle sind bequemer. Bei Regen… ach, es regnet heuer einfach nicht Montag Abends in Wunsiedel! (Das Rathaus-Foyer steht aufgrund der Sanierung nicht zur Verfügung)